Fine Art Drucker für Zuhause | So erstelle ich Kunstdrucke mit dem EPSON P600

In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie ich mit einem Fine Art Drucker zuhause drucke. Letztes Jahr habe ich mir einen Kunstdrucker gekauft und möchte nun meine Tipps und Erfahrungen mit dir teilen.

Wie Künstler einen Fine Art Drucker für Zuhause nutzen können

Ich bin Nora und arbeite hauptberuflich als Künstlerin in meinem Homeatelier in Leipzig. Hier erschaffe ich neue Bilder, die ich später selbst drucke und als Kunstdrucke online verkaufe. 

Stellt sich die erste Frage, warum überhaupt Kunst selbst drucken? Man kann doch auch Kunstdrucke online in Auftrag geben? 

Ganz einfach, mit meinem Fine Art Drucker habe ich die Kontrolle über den Druck meiner Bilder, ich erziele eine viel bessere Qualität und bin wesentlich flexibler und kann auf Kundenwünsche eingehen.

 

Kunstdrucke selbst drucken mit einem Fine Art Drucker

Was kostet ein Kunstdrucker?

Im Prinzip gibt es nur einen einzigen Nachteil und den nenne ich direkt zu Beginn. Der Nachteil ist der Preis. Kunstdrucker wie der sind wesentlich teurer als normale Drucker, die wir für Dokumente nutzen. Und auch die Tintenpatronen* haben einen stolzen Preis und müssen je nach Nutzung alle paar Monate gewechselt werden.

Ich persönlich habe mich für letztes Jahr für einen Kunstdrucker entschieden, genauer gesagt für den EPSON P600*. Den Fine Art Drucker habe ich letztes Jahr für 660 Euro (inkl. einem Set Tintenpatronen) gekauft, das war für mich definitiv eine besondere Investition und ich bin bis heute super begeistert.

Der größte Vorteil liegt darin, dass ich keine hohen Stückzahlen meiner Werke drucken lassen muss, damit es sich überhaupt rechnet. Was meine ich damit? Wenn man ein Kunstwerk online in den Druck sendet, muss man schon mindestens 10 Stück in Auftrag geben, damit die Kosten pro Kunstdruck so ausfallen, dass man beim Verkauf seiner Werke trotzdem Gewinn erzielt. Das Problem ist jedoch meistens, dass man nicht weißt, ob man später auch diese 10 Kunstwerke verkaufen wird.

Wenn du – ähnlich wie ich – ein Künstler bist, der viele verschiedene Motive zur Auswahl hat, fällt es dir vielleicht schwer, herauszufinden, welche Motive sich gut verkaufen.

Mit einem Kunstdrucker hast du zwar eine hohe Anfangsinvestition, aber du druckst nur Kunstdrucke, die du auch wirklich verkaufst oder die sich deine Kunden wünschen.

Außerdem bist du flexibel und kannst zu jeder Uhrzeit drucken. Wenn du Kunstdrucke bestellst, kann es mitunter Tage dauern, ehe du die Kunstdrucke erhältst.

Also warum dann nicht gleich selbst drucken?

Meine Tipps und Erfahrungen zum Fine Art Drucker:

Ich persönlich finde die Bedienung vom EPSON P600 sehr intuitiv und einfach. Das Einsetzen der Tintenpatronen ging reibungslos, man sollte dazu ein paar Dinge beachten, Informationen findest du in der Bedienungsanleitung, bzw. in der Verpackung jeder einzelnen Patrone. 

Eine wichtige Frage ist immer, wie lange die Patronen halten. Diese Frage lässt sich schwierig beantworten. Im Vorfeld hatte ich einige Bewertungen gelesen, dass die Patronen schnell alle sind und man häufig wechseln muss. Das empfinde ich anders, muss ich sagen. Ich konnte jetzt schon mehrere Monate drucken, ich verkaufe 2 bis 3 Kunstdrucke in der Woche, manchmal mache ich Testdrucks und einige Kunstdrucke, die sich gut verkaufen, habe ich auch schon vorproduziert.

Natürlich solltest du beim Verkauf deiner Kunstdrucke den Preis richtig kalkulieren und die anfallenden Kosten für den Tintenverbrauch einrechnen.

Wichtiges Thema betrifft das Papier. Hier ist es super wichtig, dass du ausschließlich Druckerpapier verwendest, welches für Kunstdrucker bzw. für Tintenstrahldrucker geeignet ist. 

Welches Papier sollte man für den Kunstdrucker verwenden?

Für meine A4-Drucke nutze ich das Fine Art Papier der Marke Hahnemühle* … und für A3 und A3+-Drucke verwende ich das Velvet Fine Art Papier direkt von der Marke Epson*.

Außerdem ganz wichtig: Bitte nimm in Kauf, dass dir Drucke misslingen. Ist zwar super ärgerlich, eben weil die Tinte preisintensiv ist, aber es gehört eben dazu. Mit der Zeit findest du sehr schnell heraus, welche Einstellungen wichtig sind und wie du Fehler vermeidest.

Ein wichtiger Tipp ist beispielsweise, immer nur ein Blatt einzulegen. Mir ist es schon passiert, dass der Drucker sich zwei Blätter auf einmal gezogen hat und das obere Blatt hatte dann schmierige Flecken.

Des Weiteren musst du unbedingt darauf achten, dass du die richtige Seite des Druckerpapiers benutzt. Auf den Verpackungen wird immer darauf hingewiesen, welches die richtige Seite ist, also die Blätter unbedingt in der Originalverpackung lassen und beim Herausziehen nicht umdrehen. Welches die richtige Seite ist, das sieht man mit dem Auge einfach nicht.

Der Fine Art Drucker lässt sich per WLAN oder mit einem Kabel mit dem Computer verbinden. Ich nutze ausschließlich das Kabel, da ein Verbindungsausfall zur Folge haben kann, dass der Druck unterbrochen wird.

Außerdem super wichtig, führe regelmäßig eine Reinigung vom Druckkopf durch. Das dauert nur wenige Minuten und ist wirklich wichtig. Schmierige Flecken oder seltsame Linien haben schon einige Kunstdrucke unbrauchbar gemacht. Inzwischen führe ich die Reinigung jeden Tag durch an dem ich drucke.

Die Einstellungen am Drucker sowie am Computer sollten vor jedem Druck mehrmals überprüft werden. Das betrifft vor allem die Größe des Kunstdrucks, am Anfang habe ich mich gewundert, dass nur A4 gedruckt wurde, obwohl ich doch A3 drucken wollte. Dabei habe ich vergessen, die Einstellung auch am Drucker vorzunehmen.

Das waren meine wichtigsten Tipps zum Thema Fine Art Drucker.