Farben mischen: 5 Tipps, wie du Acrylfarben richtig mischst

Farben mischen: Kennst du das? Du malst ein Bild, doch die Farben wirken nicht harmonisch? Mit anderen Worten: Die Farbtöne wirken stark gesättigt, fast schon etwas schmuddelig? Dann nutzt du deine Farben noch nicht richtig. Farben bilden das Fundament deiner Kunst. Mit Farben kannst du Gefühle transportieren und damit du deine Bildidee auch zum Leuchten bringen kannst, möchte ich dir 5 Tipps geben, wie du richtig Farben mischen kannst.

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Farben mischen: Meine besten Tipps

Tipp Nummer 1: Farben mischen mit einem Spachtel
Diesen Tipp habe ich lange Zeit selbst nicht befolgt und seitdem ich meine Farben mit einem Spachtel mische, leuchten meine Bilder viel mehr. Zuvor habe ich meine Farben immer mit den selben Pinsel gemischt, mit dem ich auch gemalt habe. Und selbst wenn ich den Pinsel im Wasser auswasche, bleibt ein Rest Farbe am Pinsel bzw. ja auch im Wasser, welches bei jedem Auswaschen dunkler wird. Gerade wenn ich helle Farbtöne mische, kann es passieren, dass das gefärbte Wasser und mein Pinsel den Farbton verfälschen. Der Farbton wirkt folglich mehr gesättigt.

Wichtig ist also, dass du den Spachtel nach jedem Mischen mit einem Papiertuch sauber machst und dein Wasser regelmäßig wechselst.

Tipp Nummer 2: Lerne, wie du alle Farben des Regenbogens mit nur 3 Grundfarben mischen kannst.
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Egal ob Acrylfarben oder Ölfarben, du kannst die unterschiedlichsten Farbtöne kaufen und mit ihnen malen. Das ist auch super, denn einige Farbtöne lassen sich nur schwierig mischen. Aber dennoch: als erstes solltest du lernen, wie du aus lediglich 3 Grundfarben alle Farben des Regenbogens mischen kannst. Die drei Grundfarben sind dir sicherlich bekannt. Das sind Blau, Gelb und Rot. Es gibt jedoch verschiedene Farblehren und in der Farblehre nach Itten gilt Magenta als Grundfarbe anstelle von Rot. Und falls dir das komisch vorkommt, denk mal an einen Tintenstrahldrucker. Da wird dir vielleicht aufgefallen sein, dass die Patronen immer aus Cyan-Blau, Gelb und Magenta sowie weiteren Grau und Schwarztönen bestehen. Mit Magenta ist es einfacher, schöne Violetttöne zu mischen. Dafür ist es schwieriger, ein leuchtendes Rot zu mischen.

Farben mischen

Farben mischen: Erstelle deinen eigenen Farbkreis aus den Grundfarben

Als Übung empfehle ich dir, einen Farbkreis zu erstellen. Dafür nimmst du entweder die Grundfarben Cyan-Blau, Primär-Gelb (helles Gelb) und Magenta oder du entscheidest dich für Rot (anstelle von Magenta). Dann erzeugst du die Sekundärfarben Orange, Grün und Violett, indem du mit dem Spachtel die Grundfarben im selben Verhältnis ineinander mischst. Denke daran, deinen Spachtel immer wieder zu säubern. Danach kannst du die Grundfarben mit den Sekundärfarben mischen und erhältst die Tertiärfarben. Mit den Farben des Regenbogens kannst du im Prinzip alles malen, was du möchtest aber einige Farbtöne lassen sich dennoch schwer mischen. Deswegen Tipp Nummer 3.

Tipp 3: Male mit zusätzlichen Farbtönen, die dir wichtig sind
Es gibt einige Farbtöne, die sich nur sehr schwierig mit den Grundfarben mischen lassen. Und da möchte ich dir mal ein paar meiner Favoriten vorstellen, die ich zusätzlich kaufe. Das wäre beispielsweise die Farbe Indigo, Kobaldtürkis, Violett und Magenta. Schau einfach mal, welche Farben dich ansprechen und welche du zusätzlich brauchst, um deine Bildideen und Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

Grundfarben sowie Weiß kaufe ich übrigens immer in größeren Tuben, da ich diese am häufigsten verwende und spezielle Farbtöne immer in kleineren Tuben.

Tipp 4: Lerne einen bewussten Umgang mit Schwarz …
… oder verzichte sogar auf Schwarz. Es gibt viele Maler, die überhaupt nicht mit Schwarz malen, da reines Schwarz sehr unnatürlich wirkt. Das ist absolute Geschmacksache und es ist nicht verkehrt mit reinem Schwarz zu malen, doch du solltest wissen, dass du ein natürliches Schwarz auch aus dunklen Farbtönen wie Blau und Rot erzeugen kannst. Je nach dem in welchem Kontrast du dein gemischtes Schwarz verwendest, kann ein Dunkelgrau oder ein dunkles Braun schon wie ein Schwarz wirken. Mal hier als Beispiel. Dieser Kreis sieht für sich wie ein dunkles Grau aus, aber wenn ich den Kreis neben einem hellen Gelb sehe, dann wirkt der Ton wie Schwarz.

Egal ob du Schwarz verwendest oder einen anderen dunklen Farbton, bedenke, dass du zum Abdunkeln deiner Farbtöne immer nur einen kleinen Anteil dunkler Farbe benötigst. Schwarz ist sehr mächtig und man kann auch sagen, dass Schwarz andere Farben schnell verschluckt.

Tipp 5: Lerne den richtigen Umgang mit Weiß
Anders hingegen Weiß. Weiß steht für Helligkeit und Licht in deinen Bildern. Und Weiß sowie andere helle Töne sind super sensibel und verändern sehr schnell ihren Ton, je nachdem welche Farbe du beimischst. Selbst das Wasser mit dem du deine Pinsel säuberst, kann Weiß ganz schnell dreckig machen, also den Weißton sättigen. Wenn du einen Farbton aufhellen möchtest, brauchst du immer einen höheren Anteil Weiß.